Seit frühester Zeit kannte der Yoga
den Gedanken des Heilens.
Yoga / Therapie / Medizin
„Alle therapeutischen Ansätze des Yoga zielen darauf, die gesunden Anteile eines Menschen
in unterschiedlichster Art und Weise zu stärken, um so den ihm innewohnenden Selbstheilungskräften Raum zu geben”
(Martin Soder, Dr. Imogen Dallmann, Ärzte und Yogalehrer, Berlin)
> Yoga als Therapie Ein Vortrag von Dr. I. Dalmann
„Es ist von entscheidender Bedeutung, dass ein kranker Mensch mehr und mehr Teil hat an den Maßnahmen,
die ihn in seiner Krankheit betreffen. Nur so wird er in diesem Bereich wirklich kompetent sein.
Der Yoga kennt dieses Ziel schon seit mehr als zweitausend Jahren und beschreibt es mit dem Sanskrit-Wort
„svastha”: die Fähigkeit, für sich selbst einstehen zu können”. (Dr. I. Dallmann , Martin Soder)
Individueller Yoga - Gesundheit und Heilung
Besonders bei kranken Menschen besteht die Notwendigkeit Yogatechniken an den Einzelnen anzupassen,
um auf individuelle Weise die Heilkräfte anzuregen, ersetzen aber nicht den Arzt.
Wissenschaftliche Untersuchungen
Wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen die positive Wirkung von Yoga und Meditation z.B. bei allen
Stress-Symptomen wie Herz/Kreislaufproblemen, Bluthochdruck, Gefäßverengungen bis hin zu erhöhten Cholesterinwerten,
Rückenschmerz, Tinnitus, Kopfschmerz, Migräne, Schlafstörungen... Yoga und Meditation hilft zu entspannen,
Kraft zu schöpfen und sich besser zu konzentrieren. Störreize können so effektiver ausgeblendet werden,
Stress-Anfälligkeit und Stress-Symptome werden reduziert.
Auf der emotionalen Ebene wirken sie regulierend z.B. bei Überforderungsgefühlen, Ängsten, Ärger,
bis hin zu sorgenvollen und depressiven Verstimmungen. > pdf
Studie über die Wirksamkeit von Yoga >
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Die medizinische Wirkung von Yoga und Meditation >
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Stress und Stress-Symptome?
Untersuchungen haben erwiesen, dass Yoga in der Lage ist, einen erhöhten Blutdruck zu senken,
Herz- und Pulsschlag zu beruhigen und die Ausschüttung von Stresshormonen, wie Adrenalin, zu bremsen. Durch Stress
verspannte Muskeln, Sehnen und Bänder können sich entspannen. Konzentration auf den Atem kann den Geist beruhigen. Meditation
ermöglicht ein Innehalten und Aussteigen aus Alltagsgedanken und –sorgen. Probleme werden mit der Zeit
realistischer eingeschätzt und mit vielen Stressfaktoren lässt sich gelassener umgehen als zuvor.
Rückenschmerzen
Durch ViniYoga, dem Menschen angepasstes Üben, werden Muskelverspannungen gelöst, andererseits wird die
Rückenmuskulatur gestärkt. Die Wirbelsäule gewinnt zunehmend an Elastizität. Durch Lösen von muskulären
Verspannungen kann der Druck auf die Bandscheiben und die Rückenmarksnerven spürbar nachlassen.
Ebenso wird die an Rückenproblemen häufig nicht unerheblich mitbeteiligte Bauchmuskulatur entwickelt.
Das Üben und Wahrnehmen einer aufrechten und dennoch entspannten Haltung ist Bestandteil vieler Yogaübungen und
führt nach einiger Zeit zu einer Übernahme dieser neu erlernten Bewegungs- und Haltungsmuster in den Alltag.
Dies verringert das Risiko, an Rückenleiden zu erkranken bzw. führt zu deren Linderung und in vielen Fällen
auch zu deren Heilung.
Yoga lindert chronische Rückenschmerzen > pdf
Herz und Kreislauf?
Grundsätzlich ist Yoga in der Lage, einen zu hohen Blutdruck zu senken und den Tonus der
Blutgefässe zu verbessern.
Außerdem kommt es bei regelmäßigem Üben zu einer Senkung des Cholesterinspiegels und zum Abbau von Übergewicht.
Ungesundes Leistungsstreben und negative geistige Einstellungen verringern sich und bewirken ebenfalls eine
Stressreduktion, die wiederum das Risiko von Herz- Kreislauferkrankungen senkt. Allerdings müssen schädliche
Angewohnheiten in der Lebensführung ebenfalls erkannt und verändert werden. (Hierzu zählen vor allem das Rauchen,
sowie eine falsche Ernährung.) Dies stellt sich üblicherweise bei Yogapraktizierenden nach einiger Zeit von selbst ein.
Yoga senkt den Blutdruck > pdf > pdf
Depressionen
Nicht ratsam ist Yoga für Menschen, die an endogenen, d.h. ohne äußere Ursachen entstandenen
Depressionen, leiden. Bei anderen Formen depressiver Erkrankungen, z.B. im Zusammenhang mit
dem prämenstruellen Syndrom (PMS), bei Wochenbett-Depressionen, sowie Depressionen im Rahmen
der Wechseljahre, kann Yoga sehr hilfreich sein. Die verbesserte Körperwahrnehmung, positive
Gefühle, die durch eine vermehrte Endorphinausschüttung ausgelöst werden, als auch die Meditation
und die bewusste Atmung, können einen Weg aus der Depression bieten.
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Asthma
Der Stressabbau, der im Yogakurs geübt wird, wirkt sich auf alle Verspannungen positiv aus,
bis in die kleinsten, beim Asthma bronchiale verengten Muskel- und Gefäßsysteme der Bronchialäste.
Die Entspannungsübungen helfen akuten Anfällen vorzubeugen und wirken angstlindernd. Der wichtigste Atemmuskel,
das Zwerchfell, wird durch bestimmte Körper- und Atemübungen gelockert und elastischer. Die tiefe Ausatmung,
die Asthmakranken schwer fällt, wird zunehmend leichter möglich.
Arthrose (Gelenkverschleiß)
Sanftes Yoga üben führt zu Spannungsabbau in Muskulatur und Sehnen, vermehrter muskulärer Durchblutung und,
soweit noch möglich, zu erhöhter Produktion von Gelenkschmiere. Je länger geübt wird, umso mehr lassen
Steifigkeit und Schmerzen nach und die durch jahrelange Fehlbeanspruchung des Bewegungsapparates verursachten
Gelenkerkankungen werden nachhaltig positiv beeinflusst. Bei nicht so fortgeschrittenen Erkrankungen kann
es sogar zu einer völligen Beschwerdefreiheit kommen. Insgesamt ist es möglich den Krankheitsverlauf
deutlich zu verlangsamen.
Migräne
Erfahrungsgemäß leiden gerade stressgeplagte Menschen häufig an Migräne. Auslöser ist nicht selten eine
verspannte Schulter-Nacken- und Halsmuskulatur, sowie eine Verkrampfung der Blutgefässe. Yoga kann
hierauf gezielt positiven Einfluss nehmen.
Krebs/Brustkrebs
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Schwangerschaft
Yogaübungen können helfen, viele Schwangerschaftsbeschwerden günstig zu beeinflussen. Verspannungen
lösen sich und die Wahrnehmung der körperlichen und seelischen Veränderungen nimmt zu. Während der
Entbindung können die Wehen besser angenommen und dadurch die Schmerzwahrnehmung deutlich gesenkt
werden. Dies wird vor allem dadurch möglich, dass im Yoga das Loslassen aus einer Muskelspannung heraus
geübt wird, ebenso wird in einer Yogahaltung der Atemfluss bewusst aufrechterhalten (nicht, wie es häufig
automatisch geschieht, dass der Atem bei Anstrengung angehalten wird, bzw. eingeatmet wird, was eine
Verspannung bewirkt). Außerdem kann sich die emotionale Verbindung mit dem Ungeborenen in den meditativen
Phasen der Entspannung vertiefen.
Tinnitus
Seit 11 Jahren arbeite ich im >
Tinnitus-Therapie-Zentrum in
Ulm mit. Gerade bei Menschen mit Tinnitus muss die Vorgehensweise so individuell an den Einzelnen und im engen Dialog mit
ihm angepasst und verändert werden. Die Probleme die Tinnitus verursachen können sind z.B.: berufliche und/oder private
Stress-Situationen, Verspannungen im Nacken-, Halswirbelsäulen-Bereich, Bandscheibenproblemen, Folgen von
Nasennebenhöhleninfekten, Bluthochdruck.. .
Allen Betroffenen gemeinsam ist jedoch die Erfahrung, dass die Beschwerden durch Lärm, sowie emotionalem oder
beruflichem Stress verstärkt bzw. ausgelöst werden. Im Mittelpunkt der Übungen sollten solche Körper- und Atemübungen stehen,
die eine Verlängerung der Ausatmung bewirken, wie Vorbeugen und sanfte Drehungen. Sie helfen Spannung und Stress zu lösen.
Oft wird auch die Verlängerung des Ausatmens mit Tönen als hilfreich und angenehm empfunden. Besondere Bedeutung haben
die Atemübungen. Für die Beurteilung der Wirksamkeit des Yoga-Übens ist es wichtig, die Auswirkungen auf die
Alltagsempfindlichkeit (Ausgeglichenheit, innere Ruhe, Stressanfälligkeit,Verstärkung oder Verbesserung des Symptoms)
zu berücksichtigen.
Gymnastik
Bei der Gymnastik geht es vornehmlich darum, den Fitnessgrad zu steigern und Muskeln, Sehnen und Bänder
so zu trainieren, dass sie geschmeidiger werden. Oft wird Gymnastik in Begleitung von Musik betrieben,
wodurch wiederum der Bewegungsrhythmus vorgegeben wird.
Gymnastik hat Übungen aus Yoga übernommen, das Ziel ist jedoch ein anderes. Eine Yoga-Übung bezieht sich
niemals nur auf einzelne Körperteile, sondern immer auf den ganzen Menschen. Die Atmung führt den Körper in
die Yoga-Übungen (Asanas). Somit wird klar, dass ein Asana immer auf das Bedürfnis des Einzelnen abgestimmt werden muss.
Das, was bei der Gymnastik das Ziel ist, ist beim Yoga der Nebeneffekt.
Sport
Sportlicher Ehrgeiz, Leistungs- oder Konkurrenzdenken haben im Yoga keinen Platz. Es geht allein um ‚Das Tun’.
Jeder entwickelt sich auf seine Weise, in seiner Zeit.
Yoga Akrobatik ? Yoga –muß man sich dabei verrenken?
Jeder kennt das Bild von Yogis, die in unnatürlich erscheinenden Köperhaltungen mit Leichtigkeit verharren können.
Yogis aber haben ein lebenslanges tägliches „Training” hinter sich, was ihnen das Verbleiben in solchen Positionen
ermöglicht. Aber Yoga ist nicht erst Yoga, wenn dieses Ziel erreicht ist, sondern schon dann, wenn sich der oder
die Übende auf den Weg macht. So kann es sein, dass völlig unspektakuläre, sogar kaum erkennbare Asanas (z.B. Apanasana)
ihren Zweck auf die gleiche Weise erfüllen, nämlich: die Stellung ruhig und bequem halten zu können und dabei einen
feinen, fließenden Atem beizubehalten.
Können Yogaübungen schaden?
Ja. Falsch ausgeführte Yogaübungen können durchaus eine große Belastung z.B. für Bandscheiben und
Gelenke bedeuten. Auch das Übergehen von Schmerzsignalen durch falschen Ehrgeiz ist unbedingt zu vermeiden.
Atemübungen, die nicht behutsam und kompetent angeleitet werden, können sich ebenfalls negativ auswirken.
Besondere Umsicht ist immer dann anzuraten, wenn schon gesundheitliche Probleme bestehen. Deshalb ist es sehr
empfehlenswert, sich kompetente Yogalehrer zu suchen, die in der Lage sind, die Übungen entsprechend der
individuellen Gegebenheiten anzupassen und ein Üben in einer entspannten Atmosphäre zu ermöglichen.
Im Allgemeinen ist ein guter Yoga-Unterricht aber immer in der Lage, auf Körper, Seele und Geist positiv zu wirken und
ist in keiner Weise schädlich für die Gesundheit.
Prof. Gerald Hüther, Gehirnforscher:
„Es ist höchste Zeit das wichtigste Erfahrungs-Instrument des Menschen, den Körper, zurückzuerobern.
Für jeden, der sich darum bemüht alte, eingefahrene Körper-Haltungen und Bewegungs-Muster zu verändern,
besteht der Lohn in einer Wiederentdeckung seiner eigenen Kompetenz, in einer neuen Haltung, einer neuen
Gesinnung - und nicht zuletzt in einem Zuwachs an Selbstgefühl und Selbstvertrauen.”